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KTRE 2026: Ein Renntag voller Herausforderungen, Emotionen und Trailrunning-Leidenschaft

Am 21. und 22. August 2026 wurde die Region rund um die Koralm wieder zum Schauplatz des Koralm Trailrunning Events (KTRE). Bereits vor dem Renntag hatten die jüngsten Läuferinnen und Läufer für einen emotionalen Auftakt bei den Kinderrennen gesorgt. Der Trail Talk gab Einblicke in unterschiedliche Zugänge zum Ultra-Laufsport. Bei perfektem Laufwetter mit einem Mix aus Sonne und Wolken stellten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Renntag den anspruchsvollen Trails über die Koralm.

21.8.2026: Kinderläufe und Trail Talk eröffnen den KTRE 2026

Strahlende Kinderaugen beim Kinderlauf

Den Auftakt des KTRE bildeten am Freitag die Kinderläufe. Ab 18 Uhr gingen 42 Kinder im Alter von zwei bis zwölf Jahren an den Start. Mit viel Begeisterung und großem Einsatz liefen die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre Runden – und ließen sich auch vom einsetzenden Regen nicht die Freude nehmen. Nach dem Lauf warteten auf jedes Kind eine Medaille, ein Eis, Getränke und Würstel. Der Stolz über das Geschaffte und die strahlenden Gesichter machten den Kinderlauf zu einem besonderen Erlebnis und zu einem gelungenen Start in das KTRE-Wochenende.

Die Ergebnisse der Kinderrennen sind unter https://time2win.at/event/950/results abrufbar.

Der Trail Talk

Beim Trail Talk versammelte sich eine hochkarätige und zugleich vielseitige Runde aus Spitzen- und Hobbyläufern, Ultraläufern und Branchen-Insidern auf der Bühne.

Unter dem Motto „Athleten und Abenteurer“ erzählten die Gäste von persönlichen Grenzerfahrungen, außergewöhnlichen Rennen und ihrer ganz persönlichen Faszination für das Trailrunning und die Berge.

Mit dabei war Heidi Reichl, erfolgreiche Siegerläuferin und Skinfit-Athletin, die für Leidenschaft in den Bergen, Schnelligkeit und mentale Stärke bei hochalpinen Wettkämpfen steht. Mathias Deutschbauer, Mitglied des österreichischen Nationalteams und mit 865 ITRA-Punkten einer der Top-Athleten der heimischen Trailrunning-Szene, berichtete von seinen Erfahrungen bei internationalen Rennen. Zu seinen größten Erfolgen zählen unter anderem Siege beim Grossglockner Ultra-Trail (GGUT 110 km) und beim Ultra Trail Vipava Valley (160 km).

Eine ganz besondere Erfolgsgeschichte schrieb Fredl Zitzenbacher: Er absolvierte beim KTRE 2026 seinen unglaublichen 150. Marathon. Auch Rene Ganshofer weiß, was es bedeutet, an die eigenen Grenzen zu gehen. Hinter seinen außergewöhnlichen Ultraläufen steckt nicht nur enorme Ausdauer, sondern auch diszipliniertes Training und eine akribische Vorbereitung. Für extreme Distanzen wie den legendären MOAB 240 über 383 Kilometer in Utah oder den Aconcagua Ultra Trail über 90 Kilometer in den argentinischen Anden bereitet er sich intensiv vor und weiß, dass gerade bei solchen Herausforderungen mentale Stärke, Durchhaltevermögen und eine gute Vorbereitung entscheidend sind.

Für eine weitere außergewöhnliche Perspektive sorgte Markus Schieder, Spezialist im Backyard-Ultra. Bei diesem Rennformat gilt es, jede Stunde eine 6,7 Kilometer lange Runde zu absolvieren – so lange, bis nur noch ein Läufer übrig bleibt. Schieder hielt dabei unglaubliche 54 Stunden Dauerlauf durch und war damit ehemaliger österreichischer Rekordhalter.

Markus Sauer verbindet seine sportlichen Leistungen mit einem besonderen Anliegen. Als Teil einer Diabetes-Forschungsgruppe nutzt er seine Läufe, um Aufmerksamkeit für das Thema zu schaffen und Menschen zu motivieren. Ganz anders, aber nicht weniger leidenschaftlich, lebt Wolfgang Lampl seine Begeisterung für das Trailrunning. Als echtes „Läufer-Urgestein“ und bekennender Ultra-Genussläufer kann er auf mehr als 60 absolvierte (Ultra-)Marathondistanzen und zurückblicken. Zu seinen besonderen Lauferlebnissen zählt unter anderem die Teilnahme am Ultra-Trail du Mont-Blanc (UTMB), einem der bekanntesten und anspruchsvollsten Ultratrailläufe der Welt. Für ihn stehen dabei nicht Zeiten und Platzierungen im Vordergrund, sondern vor allem das Erlebnis in der Natur, die Freude an der Bewegung und die Gemeinschaft unter den Läuferinnen und Läufern.

Die Branchenperspektive brachte Thomas Pfisterer auf die Bühne. Als Gesicht von Mountainsports, dem Generalimporteur der Marke La Sportiva, sprach er über aktuelle Trends, technische Entwicklungen und die Bedeutung der richtigen Ausrüstung für anspruchsvolle Touren und Wettkämpfe in den Bergen.

Damit bot der Trail Talk einen abwechslungsreichen Einblick in die vielen Facetten des Trailrunnings – vom ambitionierten Spitzensport über extreme Ultradistanzen bis hin zum gemeinsamen Naturerlebnis.

Ein gelungener Auftakt für den großen Renntag! Bei Nudel- und Palatschinkenbuffet konnten sich die Läuferinnen und Läufer noch einmal stärken, Erfahrungen austauschen und sich auf die bevorstehenden Herausforderungen beim KTRE 2026 einstimmen. Die Vorfreude auf die Trails der Koralm war jedenfalls deutlich zu spüren – und damit konnte der Renntag kommen!

Anspruchsvolle Trails über die Koralm

Am Samstag warteten drei verschiedene Distanzen auf die erwachsenen Teilnehmerinnen und Teilnehmer:

  • SHORT: 9 km und 300 Höhenmeter
  • MIDDLE: 25 km und 1.200 Höhenmeter
  • Marathon: 51 km und 2.400 Höhenmeter

Den Auftakt machte um 8 Uhr der Marathon in Wolfsberg. Die Strecke führte die Läuferinnen und Läufer über den Speik in Richtung Weinebene. Das Tempo war von Beginn an hoch: Bereits nach rund drei Stunden und knapp 2.000 Höhenmetern hatten die ersten vier Läufer den Speik überwunden und erreichten die Labestation am Weinebene-Parkplatz.

Um 10 Uhr fiel in Deutschlandsberg der Startschuss für den MIDDLE. Auch hier ging es unmittelbar bergauf. Bereits nach rund einer Stunde und knapp 700 Höhenmetern erreichte der erste Läufer über Trahütten die Labestation beim Parfußwirt.
Rund um die Mittagszeit zeigte die Koralm dann, wie schnell sich die Bedingungen im alpinen Gelände verändern können. Nebel zog über den Berg und schränkte die Sicht der Läuferinnen und Läufer deutlich ein. Umso wichtiger waren die gute Streckenmarkierung, die Betreuung durch die Helferinnen und Helfer sowie die Labestationen entlang der Strecke.

Um 11.30 Uhr gingen schließlich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des SHORT an den Start und komplettierten damit das Starterfeld des KTRE 2026.

Die Siegerinnen und Sieger

Auf allen drei Distanzen wurden starke Leistungen gezeigt.

  • Marathon – 51 km / 2.400 Hm
    Männer: Mathias Deutschbauer – 4:44 Stunden
    Frauen: Sarah Riffel – 6:15 Stunden
  • MIDDLE – 25 km / 1.200 Hm
    Männer: Nicholas Mondolfo – 2:17 Stunden
    Frauen: Anna Stepan – 2:36 Stunden
  • SHORT – 9 km / 300 Hm
    Männer: Andreas Potocar – 38:18
    Frauen: Pia Madlener – 44:32
  • SHORT Jugend – 9 km / 300 Hm
    Müller Christoph - 40:41

Herzliche Gratulation an alle Siegerinnen und Sieger – aber auch an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die sich ihren persönlichen Herausforderungen gestellt und das Ziel erreicht haben! Alle Ergebnisse sind unter https://time2win.at/event/950/results abrufbar - inlusive 

Ein großes Dankeschön an alle Helferinnen und Helfer

Ein Trailrunning-Event dieser Größenordnung mit über 400 Teilnehmerinnen und Teilnehmer ist nur möglich, wenn viele Menschen im Hintergrund mithelfen. Ein großer Dank gilt daher allen Helferinnen und Helfern des Koralm Trailrunning Vereins, die mit ihrem Einsatz für einen reibungslosen Ablauf und die Betreuung der Läuferinnen und Läufer sorgten.
Ebenso unverzichtbar waren die Bergrettung und das Rote Kreuz, die für die Sicherheit der Teilnehmerinnen und Teilnehmer bereitstanden. Danke auch an UpTown und das Wiazhaus für die Verpflegung und Unterstützung während der Veranstaltung.
Ein besonderer Dank gilt darüber hinaus allen Grundstücksbesitzern und Anrainern entlang der Strecke, den Gemeinden und Behörden, den Sponsoren und Partnern, den Streckenposten und Labestations-Teams, den Zeitnehmern und Organisatoren sowie allen, die beim Aufbau, bei der Streckenmarkierung und beim Abbau mitgeholfen haben.
Nicht zuletzt gilt der Dank natürlich auch den Zuschauerinnen und Zuschauern, die die Läuferinnen und Läufer entlang der Strecke angefeuert und für zusätzliche Stimmung gesorgt haben.

Der KTRE 2026 hat einmal mehr gezeigt, was Trailrunning ausmacht: sportliche Herausforderung, beeindruckende Natur, persönliche Grenzerfahrungen und vor allem eine starke Gemeinschaft.

 

Ergebnisse

Alle Ergebnisse des Tages im Detail sind auf der Homepage des Zeitnehmers unter https://time2win.at/event/741/results abrufbar. Dort kann sich auch jeder Finisher seine persönliche Urkunde herunterladen!

Fotos

An vielen Spots waren Fotografen

bemüht, die Sportler gebührend fotografisch festzuhalten. Der KTC wünscht viel Freude mit den Fotos zur persönlichen Verwendung: