Strahlend blauer Himmel, aber eisige Sturmböen: Der diesjährige Corsa della Bora verlangte den Teilnehmern alles ab. Ulrike und Hermann Sehrschön und Erwin Roth stellten sich gestern der Herausforderung an der Adriaküste und trotzten den extremen Bedingungen.
Ulrike meisterte die 21-km-Strecke. Trotz der beispiellosen Kälte und des heftigen Windes und Stau beim Start lief sie ein konstantes Tempo und erreichte sicher das Ziel im malerischen Portopiccolo.
Für Hermann ging es auf die 36-km-Distanz. „Es war verdammt kalt“, so das Resümee. Der Sturm peitschte über die exponierten Pfade des Karsts und machte jeden Kilometer zu einem harten Stück Arbeit. Die Kombination aus technischem Untergrund und den massiven Windböen forderte volle Konzentration.
Erwin trailte auf der Transkarst-Ultra 59-km-Strecke, hier summierten sich neben den fantastischen Aussichtspunkten 1900 Hm+. Für Erwin war es der Auftakt zum bevorstehenden 100 Miler in Istrien. Die Bedingungen sind für ihn eine solide Trainingsgrundlage und spielen Erwin in die Läuferbeine, er erreicht in seiner Altersklasse Platz 10.
Die Belohnung für die Strapazen war die einzigartige Kulisse und die herzliche Atmosphäre an den Verpflegungspunkten. Ein heroischer Start in die Laufsaison, bei dem die Medaille im Ziel redlich verdient war.
Text: Hermann Sehrschön